Orenburg wird Märchenregion

Orenburg wird MärchenregionFoto: commons.wikimedia/Lenskii CC BY 3.0

Die Region Orenburg wird in das föderale Projekt „Russlands Märchen“ aufgenommen. Die Initiative des Ministeriums für Tourismus, ausgewählte Gebiete in einem Themenkomplex zu vereinen, soll vor allem Besucher mit Kindern in die verschiedensten Gegenden des Landes locken.

Seit vergangenem Jahr sind bereits über 80 Vorschläge aus 44 Regionen bei den zuständigen Stellen eingegangen, die sich für das Projekt „Russlands Märchen“ bewerben. Besonders Familien mit Kindern sollen diese ausgewählten Orte die verschiedenen Gegenden Russlands vom Kaukasus bis nach Sibirien anhand von anschaulichen Beispielen näherbringen.

Aus der Region Orenburg stammt das Volksmärchen „Die Scharlachrote Blume“, dessen Autor S.T. Asakow seine Kindheit und Jugend im heutigen Dorf Aksakowo verbrachte. In Zusammenarbeit mit der Nachlassverwaltung des Schriftstellers hat das Ministerium für Körperkultur, Sport und Tourismus der Region Orenburg eine Touristenroute ausgearbeitet.

Gemeinsam mit Reiseveranstaltern, die sich auf Touristikangebote für Kinder spezialisiert haben, veranstaltet außerdem der „Literarische Kreis von Orenburg“ Führungen in das Dorf Aksakowo, wo sich ein kleines Museum zu Ehren Aksakowos befindet. Weitere Ausflüge berühren Orte, die sich mit dem Leben und den Arbeiten Derschawins, Alexander Puschkins, Karamsins und Musa Dschälils beschäftigen.

Der Literarische Zirkel der Orenburger Region soll Schüler mit der geistige und moralische Kultur vertraut machen sowie die patriotische Erziehung einer jungen Generation anhand ausgewählter Beispiele der russischen Literatur fördern. Bevorzugt sollen die Führungen an Wochenenden veranstaltet werden.

Die Region Orenburg liegt am Südrand des Uralgebirges, unweit der geographischen Trennlinie zwischen Europa und Asien und unweit der Grenze zu Kasachstan. In der Halbmillionenstadt selbst gibt es neben dem Stadtmuseum und einem historischen Gebäudeensemble aus dem 18./19. Jahrhundert das sogenannte „Nationale Dorf“. Hier bewahrt jede im Orenburger Gebiet vertretene ethnische Gruppe ihre Kulturidentität durch deren Architektur und kulturellen Veranstaltungen.

[mb/russland.REISEN]