Hundeschlittenrennen in Kamtschatka jetzt im Guiness-Buch

Hundeschlittenrennen in Kamtschatka jetzt im Guiness-BuchFoto: Pixabay/cocoparisienne CC0 Creative Commons

Es ist das längste Hundeschlittenrennen Russlands über eine Distanz von 2.100 Kilometern, das alljährlich auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka ausgetragen wird. Das diesjährige „Beringija-2018“ hat es nun in das Guinessbuch der Rekorde geschafft.

„Ich kann bestätigen, dass der Rekord eingetragen ist“, verkündete der Chefredakteur der russischen Ausgabe des Buches der Rekorde, Alexej Swistunow, am vergangenen Freitag, nachdem der letzte der 15 Musher, die die volle Distanz des Rennens geschafft haben, über die Ziellinie gefahren war. Musher nennt man die Schlittenlenker, die die Leithunde mit gerufenen Kommandos dirigieren. Insgesamt waren 25 Teilnehmer am 11. März an den Start des „Beringija-2018“ gegangen.

Das erste Hundeschlittenrennen startete im Jahr 1990 mit einer bescheidenen Strecke von 250 Kilometern. Im Jahr darauf war das Rennen auf über 1.500 Kilometern bereits rekordverdächtig angewachsen. Für die Zukunft peilt man nun in Russlands Fernem Osten bereits die 2.500 Kilometer an.

Extremsport für Mensch und Tier

Los ging es diesmal für die Gespanne in dem 8.000-Seelen-Ort Milkowo im Süden der Halbinsel Kamtschatka. Man hat das dortige lokale Rennen mit den anderen traditionellen Schlittenrennen Nadjeschda, Tschukotka und Beringija zu einem mächtigen Wettbewerb zusammengefasst, der mittlerweile laut dem Pressedienst des „Beringija“ zu den größten und schwierigsten der Welt zählt. Das Ziel befand sich dieses Jahr in Markowo, einem Dorf mit 800 Einwohnern im Autonomen Kreis der Tschuktschen.

„Wir müssen in erster Linie die Sicherheit gewährleisten. Dafür sollten wir die beste Logistik für das Rennen festlegen“, sagt Jewgeni Tichomirow, der Leiter der Tschukotka-Abteilung für Sport und Tourismus. „Das bedeutet, die notwendigen Grundnahrungsmittel einschließlich Hundefutter in die Siedlungen auf der Strecke zu liefern und Transportfahrzeuge bereitzustellen, die die Gespanne begleiten. Um diverse Probleme zu lösen, wandten wir uns an das russische Katastrophenschutzministerium und an die Grenzschutzbehörde des Föderalen Sicherheitsdienstes.“

Den Hundeschlitten folgten Tierärzte, medizinisches Personal, Rennbeobachter sowie die technische Crew mit zwölf Schneemobilen. Sieger wurde Valentin Lewkowski aus Kamtschatka, den zweiten Platz belegte Wjatscheslaw Demtschenko, ein Musher aus Moskau und den dritten Rang schließlich belegte Andrej Semaschkin, ebenfalls aus Kamtschatka.

Mit dieser Veranstaltung wolle man in Zukunft den Tourismus in der Region ankurbeln, hieß es bei den Gouverneuren von Kamtschatka und Tschukotka einvernehmlich. Im Umfeld dieses neuen kombinierten „Beringija-Rennens“ sollen, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum, mehrere begleitende Ausstellungen und Präsentationen zu dem Thema Hundeschlitten und ihre traditionelle Verwendung stattfinden.

[mb/russland.REISEN]

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